Ceropegia fusca   (Bolle)


 
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syn. Ceropegia dichotoma ssp. fusca ((Bolle) G. D. Rowley), Ceropegia furcata (Werderm.), Ceropegia fuscata [falsch]

 
Verbreitung:

Spanien: Gran Canaria, La Palma, Teneriffa / Kanarische Inseln

 
Diese Art wächst ausschließlich in den trockensten Bereichen der Lavafelder ihrer Heimat. Dort findet man die Pflanzen in voller Sonne vor allem auf jüngerer Lava wachsend. Die Triebe sind durch eine dicke Wachsschicht, die die Oberfläche der Stämmchen fast völlig weiß erscheinen lässt, vor der starken Sonneneinstrahlung geschützt. Diese Färbung tritt in Kultur weitaus weniger intensiv auf.

Es sind anfangs straff aufrecht wachsende Sträucher von etwa 30 bis 100 cm Höhe, mit meist gar nicht oder nur spärlich verzweigten Trieben, die sich später mehr und mehr zum Boden hin neigen und dort auch schließlich erneut einwurzeln, so das sich im Laufe der Zeit größere Gebüsche bilden.

Die ca. 5 cm langen Blätter sind normalerweise dunkel, fast braun gefärbt und weisen eine helle Mittelader auf, bei Pflanzen von der Insel Gran Canaria sind auch die anderen Hauptadern heller gefärbt. Sie stehen gegenständig und verbleiben nur wenige Monate an der Pflanze, die die meiste Zeit des Jahres unbeblättert ist.

Die Blüten erscheinen in freier Wildbahn von Februar bis Mai, sie sind meist rotbraun gefärbt und stehen in Blütenständen von zwei bis acht zusammen, bei Pflanzen von der Insel Gran Canaria auch bis zu zwanzig. Es existieren auch Pflanzen deren Blüten außen sehr dunkel, fast schwärzlich gefärbt sind, andere wiederum tragen gelbe, hellbräunliche oder auch zweifarbige Blüten.

Die einheimischen Namen lauten Cardoncillo und Mataperro.

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In Kultur verlangen die Pflanzen einen sehr hellen, möglichst vollsonnigen Standort, im Sommer auch gern an der frischen Luft und in vollem Sonnenlicht. Sie möchten nur wenig gegossen werden. Das Substrat muss ebenfalls sehr wasserdurchlässig sein und darf auch gern Lavagrus enthalten, wie ihn die Pflanzen auch aus ihrer Heimat kennen.

Die Pflanzen sind ein wenig anfällig für Spinnmilben, weshalb man sie ab und zu ein wenig mit kalkfreiem Wasser einnebeln sollte.

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Eingeschleppte Oleanderblattläuse (Aphis nerii) könnten sich, zumindest auf Gran Canaria, als eine Bedrohung für die Art herausstellen.

 
 
oben und links:

Ceropegia fusca; Gran Canaria


Fotos: Maik Rehse; mit freundlicher Genehmigung von Maik Rehse
 
 
oben:

Ceropegia fusca, Blüten; Gran Canaria


Foto: Maik Rehse; mit freundlicher Genehmigung von Maik Rehse
 
weitere Bilder

 
Referenzen:

- Peter und Ingrid Schönfelder: Die Kosmos Kanarenflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart, 1997