Ceropegia elegans   (Wall.)


 
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syn. Ceropegia myosorensis (Wight), Ceropegia walkeriae (Wight)

 
Verbreitung:

Burma (?)
Indien: Coimbatore-Distrikt, Dindigul-Distrikt, Nilgiri-Distrikt, Theni-Distrikt, Tirunelveli-Distrikt, Tiruvannamalai-Distrikt / Tamil Nadu
Sri Lanka

 
Ceropegia elegans gehört zu den Arten mit einem normal entwickelten Wurzelwerk, welches weder verdickt ist noch eine Knolle ausbildet.

Die Blätter sind nicht sukkulent aber etwas fleischig. Sie sind etwa 7,5 bis 9 cm lang, breit lanzettförmig, glänzend grün gefärbt und weisen eine etwas ausgezogene Träufelspitze auf.

Die Blüten stehen in wenigblütigen Cymen, sind bis zu 4 cm lang, purpurfarben und grün gefleckt oder aber weißlich und purpurrot gefleckt. Sie werden als geruchlos beschrieben.

Die Art ist extrem gefährdet und in freier Wildbahn eventuell bereits ausgestorben.

Interessanterweise scheint gerade diese Art im 19. Jahrhundert in nahezu ganz Europa bei den Gärtnern sehr beliebt und verbreitet gewesen zu sein.

So kann man in einer Ausgabe der 'Allgemeinen Gartenzeitung' aus dem Jahr 1834 lesen:

Auf den indischen Gebirgen Nilgherri einheimisch und im Jahre 1826 von Dr. Wallich in England eingeführt.
Es ist eine kleine sich windende Pflanze mit dunkelpurpurbraunem Stengel und Blättern, und mit blaubraunen Blüthen, die mit Purpur gesprenkelt sind. Sie sind nur schön, wenn sie geöffnet sind; dann ist ihre Mündung mit einer Anzahl purpurfarbenen Borten geschlossen, welche über dem Zentrum convergiren und wie sogenannte spanische Reiter aussehen, wodurch den Insecten der Eingang verwehrt wird.
Da es eine ostindische Pflanze ist, so wird sie gewöhnlich im Treibhause gehalten, wo sie von Mai bis October recht gut blüht und durch Ablegen leicht vermehrt werden kann. Sie ist indessen ausdauernd und gedeiht besser in der freien Rabatte an einem Stock gezogen, als an einem geschützten Ort und erfordert im Winter keinen besseren Schutz als ein gewöhnliches Gewächshaus.

(Quelle: Allgemeine Gartenzeitung herausgegeben von Friedrich Otto, Albert Dietrich; Verlag der Nauckschen Buchhandlung; Vol. 2: 399 (1834))

Der Botanische Garten Kolkata (ehem. Kalkutta) erhielt diese Art im Jahr 1824 von Dr. Hawtayne, dem damaligen Erzdiakon von Mumbai (ehem. Bombay). Im Jahr 1828 wurde ein lebendes Exemplar der Art von Dr. Nathaniel Wallich nach London gebracht und dort vom Vorstand der East India Company dem Königlichen Botanischen Garten in Kew geschenkt.

Ob sich die Art immer noch dort befindet, vermag ich leider nicht zu sagen.

 
links:

Ceropegia elegans


Darstellung aus: Spicilegium Neilgherrense; or a selection of Neilgherry plants, drawn and coloured from nature, with brief descriptions of each; some general remarks on the geography and affinities of natural families of plants, and occasional notices of their economical properties and uses. by Robert Wight; Vol. 2, 45-48 (1851)

http://www.biodiversitylibrary.org
 
links:

Ceropegia elegans, Ausschnitt


Darstellung aus: Spicilegium Neilgherrense; or a selection of Neilgherry plants, drawn and coloured from nature, with brief descriptions of each; some general remarks on the geography and affinities of natural families of plants, and occasional notices of their economical properties and uses. by Robert Wight; Vol. 2, 45-48 (1851)

http://www.biodiversitylibrary.org

 
var. gardneri   (H. Huber)

 
syn. Ceropegia gardneri (Hook.)

 
Verbreitung:

Sri Lanka

 
Die Blüten dieser Varietät sind weiß und weisen ein violettbraunes Fleckenmuster auf.

 
links:

Ceropegia elegans var. gardneri (syn. Ceropegia gardneri)


Darstellung aus 'Curtis's Botanical Magazine'

Foto: image by courtesy of the Missouri Botanical Garden

http://www.botanicus.org

 
Referenzen:

- W. John Kress; Robert A DeFilipps; Ellen Farr; Daw Yin Yin Kyi: A Checklist of the Trees, Shrubs, Herbs, and Climbers of Myanmar. Contr. U.S. Natl. Herb. 45: 1-590. 2003