Ceropegia candelabrum (L.)
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| syn. Ceropegia biflora (L.), Ceropegia candelabriformis (St.-Lag.), Ceropegia candelabrum var. biflora ((L.) M. Y. Ansari), Ceropegia candelabrum var. tuberosa ((Roxb.) N. P. Singh), Ceropegia candelabrum ssp. tuberosa ((Roxb.) H. Huber), Ceropegia discreta (N. E. Br.), Ceropegia elliotii (Hook. f.), Ceropegia longiflora (Poir.), Ceropegia loureiroi (G. Don), Ceropegia mucronata (Roth), Ceropegia tuberosa (Roxb.) |
| Verbreitung:
Indien: Andhra Pradesh; Kerala; Rajasthan; Coimbatore-Distrikt, Ramanathapuram-Distrikt, Theni-Distrikt, Tiruvannamalai-Distrikt, Vellore-Distrikt / Tamil Nadu Sri Lanka Vietnam |
| Ceropegia
candelabrum ist die so genannte Typusart der Gattung Ceropegia, das
bedeutet, sie war die erste Art die unter dem Gattungsnamen Ceropegia
beschrieben wurde. Bei dieser Art handelt es sich um ein windendes Gewächs mit unterirdischen Wurzelknollen. Die Blätter sind relativ groß, eiförmig und zugespitzt. Die Art trägt ihren Namen nicht zu Unrecht. Die Blüten stehen ca. zu zehnt zusammen an einem hängenden Blütenstand. Sie sehen tatsächlich aus wie Kerzen in einem einfachen Kronleuchter. In ihrer Heimat wird die Pflanze Patalatumbi (in Hindi); Bachha manda, Bitharige, Bittarige, Bittarike, Bittharike, Bittiruka, Jatili (in Kannada); Nattunattuvalli, Nijota-njodien-vali, Njotanjodanvalli (in Malayalam); Kanvel, Paralatumbdi (in Marathi); Bhutumbi, Devi, Divyatumbi, Gartalabu, Gilodya, Nagatumbi, Shakrachapasamudbhava, Valmikasambhava (in Sanskrit); Manda (in Tamil); Baccaimande, Bachalimanda, Bachchalimandu, Bachhalimanga, Bellagada, Bellamgadda, Langatai, Nimmatai, Pullamanda sowie Pullamanga dumpa (in Telugu) genannt. Der Sinhgalesische Name (auf Sri Lanka) wiederum lautet Wel-Mottu. In Vietnam ist die Art unter den Namen Điếu đăng hoa bzw. Rau kem bekannt. Die Knollen dieser Art, die als Kanda bezeichnet werden, werden vor allem von den Ärmsten als Nahrungsmittel geschätzt. Sie werden auch als Heilmittel gegen Hämorrhoiden eingesetzt, dazu werden sie klein gehackt und über Nacht in Wasser eingeweicht, welches am nächsten Tag weggeschüttet wird. Die zerhackten Knollen werden dann wie Gemüse zubereitet und gegessen. Das, in den südlichen Western Ghats in Tamil Nadu, halbnomadisch lebende Volk der Kani bezeichnet die Pflanze als Kattuvalli und verwendet einen aus den Blättern gepressten Saft als Mittel gegen Magenverstimmungen. Bei dem, in der selben Region lebenden Volk der Paliyar, von dem die Pflanze Perun kodi genannt wird, werden die Blätter zu einem dicken Brei zerrieben, der auf die Stirn gestrichen, Kopfschmerzen heilen soll. Im indischen Bundesstaat Rajasthan wiederum wird die Art Khadia genannt. Ihre Knollen werden hier ebenfalls sowohl roh als auch gekocht gegessen, darüber hinaus aber auch, zu Pulver zermahlen, gegen Bisse giftiger Tiere eingesetzt, indem das Pulver auf die Wunde aufgetragen wird. Ceropegia candelabrum ist mittlerweile, wie die meisten indischen Ceropegia-Arten, stark bedroht. Man unternimmt aber erfolgreiche Anstrengungen die Art künstlich zu vermehren. |
links:Ceropegia candelabrum (syn. Ceropegia tuberosa) Foto: © 1995-2005 Missouri Botanical Garden http://www.illustratedgarden.org |
| Referenzen: - M. R. Beena; K. P. Martin: In vitro propagation of the rare medicinal plant Ceropegia candelabrum L. through somatic embryogenesis. In Vitro Cellular & Developmental Biology 39(5): 510-513. 2003 - S. Ignacimuthu; M. Ayyanar; Sankara Sivaraman K.: Ethnobotanical investigations among tribes in Madurai District of Tamil Nadu (India). Journal of Ethnobiology and Ethnomedicine 2006, 2:25 - John De Britto; R. Mahesh: Exploration of Kani Tribal Botanical Knowledge in Agasthiayamalai Biosphere Reserve - South India. Ethnobotanical Leaflets 11: 258-265. 2007 - Shweta Swarnkar; S. S. Katewa: Ethnobotanical Observation on Tuberous Plants from Tribal Area of Rajasthan (India). Ethnobotanical Leaflets 12: 647-66. 2008 |